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Herzlich Willkommen |
Herzlich Willkommen
auf den Seiten der Speckbrettsportabteilung der Schwimmvereinigung. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Speckbrett, die etwas andere Sportart, die nur in der Westfalenmetropole Münster in drei Vereinen und auf freien städtischen Anlagen auf insgesamt über 40 Plätzen sowie in einem Verein in Berlin gespielt wird. Sie erfahren wie sich aus dem Spiel mit dem Küchenbrett der ausgereifte Speckbrettsport entwickelt hat, der bei den offenen Stadtmeisterschaften und dem Masters bis zu 500 Teilnehmer anzieht. Lernen Sie die Regeln unseres Sports, unsere Freunde und vieles mehr kennen.
Wir hoffen wir können Sie ebenfalls ein wenig für unseren Sport begeistern, sodass auch Sie bald unserer kleinen aber feinen Gemeinde der Speckbrettsportler angehören.
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Geschichte und Entwicklung |
Aus dem Schwarzwald haben münstersche Schwimmer das Speckbrett mitgebracht. Das Souvenir eines Trainingslagers mauserte sich alsbald vom Tennis-Ersatz zur eigenständigen Sportart. Die Disziplin erlebte nur in Münster eine Blüte. Die kuriose Geschichte des Sports mit einem Küchenutensil skizziert Bernhard Goblirsch (1997)
Sport mit delikater Tradition
Was ein Brett ist, weiß jeder. Was ein Speckbrett ist, nämlich eine Holzunterlage, auf der die Hausfrau Speck und andere kulinarische Köstlichkeiten zuschneidet, wissen schon weniger. Dass es eine Sportart gibt, die den Namen eben dieses Küchengerätes trägt, wissen nur Münsteraner. Nur Münsteraner? Nicht ganz. Eine kleine Kolonie in Berlin, beheimatet im dortigen Verein für Körperkultur (VfK), befleißigt sich ebenfalls dieses Rückschlagspiels, das in der Spielweise sehr dem Tennis ähnelt, sich in der Zählweise aber am Tischtennissport orientiert (21 Punkte = Satzgewinn). Wie ist es dem Speckbrett gelungen zum Sportgerät aufzusteigen oder - je nach Sicht der Dinge - als solches mißbraucht zu werden? Die Ursprünge liegen über 60 Jahre zurück. |
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Tennis-Variante |
Im Sommer 1929 fuhren 15 Jugendliche der "Schwimmvereinigung Münster von 1891", heute besser bekannt als SV 91 Münster, zum Titisee. Dort hatten befreundete Schwimmeraus Freiburg ihr Clubhaus, in dem eine Tischtennisplatte stand. Tischtennis erfreute sich damals unter den Freiburger Schwimmern großer Beliebtheit. Wenn es jedoch bei sommerlicher Hitze im Gebäude zu stickig wurde, spielten sie im Freien eine Art Minitennis. Dazu spannten sie ein altes Tennisnetz, das einen dürftig planierten Sandplatz halbierte. Über das Netz wurde ein abgewetzter Tennisball hin- und herbefördert. Als Rackets dienten - der Leser wird sich's bereits denken - tatsächlich Küchenbretter, auf denen Mütter noch kurz zuvor Speck geschnitten hatten. Tennisschläger waren damals, wie der "weiße Sport" an sich, für viele zu teuer.
Die Freiburger nahmen die selbst entwickelte Tennisvariante nicht sonderlich ernst. Die münsterschen Gäste dagegen waren begeistert von der Idee und "importierten" sie in die Westfalenmetropole. In den Osterferien 1930 entstanden schließlich auf der Anlage des SV 91 in Sudmühle die ersten beiden Speckbrettplätze Münsters. Nicht nur in Sudmühle, sondern im gesamten Stadtgebiet gewann das Spiel in den folgenden Jahren Freunde. Bald standen auch erste Meisterschaften an, doch Namen und Ergebnisse gingen verloren. Von den Kriegswirren erholte sich die Sportart nur allmählich.
Den neben der Gründungsphase zweiten Schub erhielt das Speckbrettspiel Mitte der sechziger Jahre, als die als Rollschuh- und Eislaufbahn geplante Anlage des Sportparks Sentruper Höhe zu Speckbrettplätzen umfunktioniert wurde. 1969 richtete der TuS Hiltrup eine Sparte Speckbrett ein. Drei Jahre später entstand der Speckbrett-Sportclub Münster (SSCM), der 1977 komplett in der SV91 aufging. 1981 wurde schließlich der Speckbrettverein Sentruper Höhe (SVSH) gegründet. SVSH sowie die Speckbrettabteilungen des TuS und der SV 91 schlossen sich zu einer Speckbrett-Sport-Aktionsgemeinschaft, kurz SPAG, zu |
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Immer Weltmeister |
Derzeit beträgt die Zahl der in den drei Vereinen organisierten Spieler rund 500. Hinzu kommen 40 Mannschaften aus dem Betriebssportbereich. Die größte Gruppe stellt jedoch das Heer der sogenannten "wilden" Spieler. In der Beliebtheitsskala nimmt Speckbrett bei den Münsteranern gemäß einer Studie gemeinsam mit Tennis Rang vier ein.
Mittlerweile gibt es in Münster rund 40 Plätze. Der bevorzugte, weil gelenkschonendste Untergrund ist wie beim Tennis Asche, doch vielfach wird auch auf Beton gespielt. Die Felder sind mit 20 Metern Länge und 8 Metern (im Doppel neun Metern) Breite etwas kleiner als beim Tennis, denn aufgrund des Holzschlägers werden geringere Geschwindigkeiten und dadurch auch geringere Flugweiten mit dem Ball erzielt. Der Aufschlag erfolgt diagonal, allerdings mit der Eigenart, daß immer derjenige serviert, der den vorausgegangenen Punkt verloren hat.
Die Zeiten, in denen Mütter um ihr Küchenutensil fürchten mußten, sind lange vorbei. Bereits in den Anfangsjahren gab es Bemühungen, das vor allem für Kinder zu schwere Massivholzbrett zu modifizieren. Der Durchbruch gelang allerdings erst 1970. Die Zauberformel hieß "durchlöcherte Schlagfläche", womit sich das Gewicht und der Luftwiderstand beim Schlagen entscheidend verringerte. Auf die Idee kamen der Ingenieur Lothar Reimann, langjähriger Vorsitzender der Speckbrettabteilung der SV 91, und Rudi Selhorst, technischer Zeichner und Tennislehrer (UFO-Schläger) Damals wie heute bietet Speckbrett gegenüber dem Tennis zwei Vorteile: - Einerseits stellt sich beim Anfänger aufgrund der geringeren Geschwindigkeit und der geringeren Schlagfläche schneller ein Erfolgserlebnis ein. Wenn man mit dem Tennisschläger den Ball am Rande trifft, fliegt er überall hin, nur nicht dahin, wo er hin soll. Beim Speckbrettschläger ist die Toleranz größer. - Andererseits ist der Sport preisgünstiger, nicht zuletzt wie das Racker nur etwa 80,- DM kostet und nicht ständig neu besaitet werden muß. |
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Die Regeln des Speckbrettsports |
D a s S p i e l f e l d
Das Spielfeld hat eine Außenlänge von 20,00 Metern und eine Breite von 8,00 Metern im Einzel- sowie 9,00 Metern im Doppelfeld. Die Netzhöhe beträgt 91,5 Zentimeter. (Münsteraner-Maße) Der übliche Turnierbelag im Freien ist Asche. Ansonster wir auf Asphalt oder in der Halle auf Parkett gespielt
D a s B r e t t
Brettartiger Ballschläger aus Holz (ein- oder mehrschichtig) mit Durchbohrungen (keine Besaitung der Schlagfläche), geeignet zum Treiben eines Tennisballes. Die Ausmaße eines Speckbrett-Schlägers betragen ca. 480x190x15 Millimeter (HxBxT), sein Gewicht variiert zwischen 430 - 530 Gramm.
D e r S p i e l b a l l
Der Spielball ist ein handelsüblicher Tennisball. Für Turniere werden ausschließlich vom DTB (Deutscher Tennisbund) anerkannte Turnierbälle nach Wahl Verwendet.
D i e S p i e l r e g e l n
Die Spielregel entsprechen weitgehend den Tennisregeln mit Ausnahme der Zählweise und der Aufschlagregel.
D i e Z ä h l w e i s e
Eine Partie besteht aus zwei Gewinnsätzen (max. 3 Sätze) Jeder Ballwechsel führt zu einem Punkt. Satzgewinn hat derjenige der zuerst 21 Punkte erreicht hat (ähnlich dem Tischtennis). Zu einer Ausnahme kommt es bei Spielstand 20:20, dann gewinnt derjenige, der zuerst zwei Punkte Vorsprung hat (z.B. 24:22).
D i e A u f s c h l a g r e g e l
Der Aufschläger muß aus einem Ballwurf heraus den Ball hinter der Grundlinie stehend in das ihm diagonal gegenüberliegende Spielfeld schlagen. Im Gegensatz zum Tennis darf er die volle Spielfeldlänge benutzen. Aufschlag hat derjenige der den letzten gespielten Punkt verloren hat. Bei gerader Punktezahl des Gegners schlägt er von der rechten Seite auf, bei ungerader von der linken. Beim Doppel bleiben die Partner beim Aufschlag (und Return) innerhalb eines Satzes immer auf derselben Seite stehen, d.h. einer schlägt immer von rechts und der andere immer von links auf (Münsteraner-Regel). |
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Sportpark Sudmühle |
Der Sportpark Sudmühle bietet Ihnen folgende attraktive Freizeitmöglichkeiten:
- Öffentliches Freibad mit Schwimmer-, Nichtschwimmer- und
Babybecken, Sonnenwiese
- Clubhaus mit Gastronomie, Gesellschaftsraum, Unterkünfte,
Werseterrasse, Grillplatz und Biergarten
- Tennisanlage mit neun Ascheplätzen
- Speckbrettanlage mit vier Ascheplätzen
- Beachvolleyballanlage mit zwei Sandplätzen
- Pétanqueanlage nach französischem Vorbild
- Streetballplatz
- Bootshaus und Bootsanleger an der Werse
- Kinderspielplatz
- Zwei Tischtennisplatten |
Kontakt / Impressum:
Schwimmvereinigung Münster 1891
Dyckburgstraße 468 -
D-48157 Münster
Tel: 02 51 / 32 55 55 Fax: 02 51 / 3 27 03 36
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