Kyffhäuser-Denkmal
Am Kyffhäuser
Deutschland D-06567 Bad frankenhause
Bundesland: Thüringen
Region: Kyffhäuser
Fon:  +49346512780
Fax:  +49346512308
Email   ≡  Internet

Anfahrt

Stadtplan

 Seite drucken
 Seite empfehlen
Kategorie: - Betriebsausflug, Brauerei, Brennerei - Burgen, Burgruinen - Burgruinen - Denkmäler - Museen -
 
 
      Email
      Internet
      Seite empfehlen
      Seite drucken

Anfahrt

Stadtplan

Kyffhäuser
Ein Gebirge – eine Burg – ein Denkmal – ein Name steht für eine faszinierende Einmaligkeit. Das Kyffhäusergebirge, südlich des Harzes gelegen beeindruckt nicht nur mit einer geologischen und botanischen Vielfalt, sondern auch durch seine kulturhistorische Bedeutung. Von der Reichsburg Kyffhausen, einst eine der größten Burgen des Mittel- alters, sind heute noch sehenswerte Ruinen und der tiefste Burgbrunnen der Welt erhalten geblieben. Deutschlandweit bekannt geworden ist der Berg mit der Burg jedoch mit dem, was sich in ihm verbirgt: „Dem schlafenden Kaiser Barbarossa im unterirdischen Schlosse“. Die „Barbarossasage“ im ausgehenden Mittelalter entstanden, im 19. Jahrhundert zur Nationalsage befördert, ist heute eine der bekanntesten Sagen Deutschlands. Sie war auch ein Grund für die Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, des Kyffhäuser-Denkmals, in den romanischen Ruinen der Reichsburg Kyffhausen.
Kyffhäusergebirge
Das kleinste Mittelgebirge Deutschlands wird im Volksmund schlicht der Kyffhäuser genannt. Es erstreckt sich über ca. 60 qkm und bildet den zentralen Teil des Naturparkes Kyffhäuser.
Geologisch ein Pultschollengebirge, hebt er sich wie eine Insel aus den umliegenden Auenlandschaften empor.
Markant die mit 300 m steil abfallende Nordseite zur Goldenen Aue, einem weiten fruchtbaren Tal zwischen Harz und Kyffhäuser. Starke Reliefgliederungen, geringe Niederschläge und geologische Besonderheiten ließen eine bemerkenswerte und artenreiche Flora und Fauna entstehen. Ausgedehnte Buchenwälder, steppenähnliche Karstgebiete, spektakuläre Höhlen, Streuobst- wiesen, Salzquellen und ein Vogelschutzgebiet von internationalem Rang begeistern jeden Naturliebhaber.
Vielleicht entdecken Sie auch die scheue Wildkatze, die vorkommenden 30 Orchideenarten oder sind im Herbst Zeuge eines faszinierenden Schauspiels,wenn sich täglich in den Abendstunden tausende Kraniche am Helmestausee in Kelbra einfinden.
Gut markierte Wander- oder Radwege verbinden die Ausflugsziele inmitten einer natürlichen, romantischen und- man muss sagen- einer einmaligen Landschaft. Der Naturpark Kyffhäuser im grünen Herzen Deutschlands wird auch Sie begeistern.
Reichsburg Kyffhausen
Reichsburg Kyffhausen
Die gewaltige, einst 600 m lange Burg wurde in der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) vollendet. Ein Aufenthalt von ihm in seiner Burg ist nicht belegt, aber wahrscheinlich. Durch die monumentale Größe des Kyffhäuser-Denkmals teilweise überbaut und in den Hintergrund gerückt, kann man jedoch heute noch beeindruckende, mittelalterliche Baukunst bewundern. Der Barbarossaturm der Oberburg, eine quadratische, heute 17 m hohe Bergfriedruine mit 3 m dicken Mauern, lässt jeden Besucher die Wehrhaftigkeit dieser Burg spüren. Unvergessen bleibt auch ein Blick in den 176 m tiefen Burgbrunnen, den tiefsten der Welt. Er sicherte damals nach jahrzehntelanger Arbeit die Wasserversorgung der Burgbewohner. Die Unterburg, der besterhaltene Teil der einstmals dreigeteilten Burg, präsentiert sich mit einer eindrucksvollen geschlossenen Ringmauer in Originalgröße. Die Mittelburg wurde durch einen Mühlsteinbruch zerstört. Es entstand eine romantische Felsenschlucht, welche die Unterburg mit dem Denkmalsgelände verbindet. Aufmerksame Besucher werden hier auch die Einschlüsse des versteinerten Holzes entdecken.
Kyffhäuser-Denkmal
Das Kaiser- Wilhelm- Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser, so die offizielle Bezeichnung, wurde durch den Volksmund schon kurz nach der Einweihung gekürzt. Kyffhäuser-Denkmal oder Kyffhäuser sind seitdem gebräuchliche Namen. Allerdings verrät nur der offizielle Name die Bezugsperson für die Errichtung dieses, nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, zweitgrößten Denkmals in Deutschland. Wilhelm I. – preußischer König und deutscher Kaiser. Er, der mit der Reichseinigung von 1871 die Barbarossasage erfüllt und den alten Rotbart erlöst hat, wurde oft überschwenglich als der „Weißbart auf Rotbarts Throne“ bezeichnet. Von großen Teilen des Volkes verehrt löste sein Tod 1888 einen Denkmalkult aus, der typisch für die jungen Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts war. Jede größere Stadt, jede Region wollte mit der Errichtung eines Denkmals seiner Person huldigen. Über 300 Kaiser-Wilhelm-Denkmäler wurden in Deutschland gebaut. Von ihnen existieren heute allerdings nur noch 43. Die meisten dieser Denkmäler befanden sich in den Stadtzentren und wurden zum Ende des 2. Weltkrieges zerstört. Mit etwas Glück und dem Kunst- und Kulturverständnis russischer Offiziere überstand das Kyffhäuser-Denkmal seine schwierigste Phase – die Nachkriegsjahre. Sprengungsabsichten Franken-häuser Kommunisten wurden durch die Standortkommandantur abgelehnt. Begründung: „Ihr Deutschen müsst endlich lernen mit eurer Geschichte und euren Denkmälern zu leben.“
Denkmalsturm
Mit romanischen Anleihen aus dem Mittelalter gestaltet der Architekt Bruno Schmitz auch den architektonischen Hauptteil, den vom Eingang 57m hohen Turm. Die nur grob behauenen Steine lassen an das staufische Buckelquadermauerwerk denken, wie es auch am Barbarossa-turm Verwendung fand. Den Turmsockel beherrschen züngelnde Schlangen, Kriegsfurien und zähnefletschende Kopfmasken. Diese sind - dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts entsprechend - als eine symbolische Warnung an die Feinde des Reiches zu verstehen. Über dem Reiterstandbild ist die Willensbekundung der Kriegervereine eingemeißelt: “Für Kaiser und Reich“. Auf vier Ländertafeln sind die Teilstaaten des 2.Kaiserreiches zu lesen. Entsprechend der Wertigkeit an der Hauptschauseite die Königreiche, umlaufend die Fürstentümer, Herzogtümer und Freien Hansestädte. Den Abschluss des Turmes bildet eine stilisierte, 6,6m hohe Kaiserkrone. In den Baldachin unter der Krone kann man über 247 Stufen emporsteigen und ein reizvolles Landschaftspanorama genießen. Schönes Wetter vorrausgesetzt, reicht es vom Harz mit dem Brocken bis zu den Höhenzügen des Thüringer Waldes. Betritt man das Denkmal durch den an der Westseite gelegenen Eingang, steht man in der Kuppel- oder Turmhalle. Nördlich und südlich schließen sich zwei Ausstellungsräume an. Die Nutzung und Ausgestaltung dieser Räume in den einzelnen Epochen Weimarer Republik, 3.Reich und DDR-Zeit werden in der Ausstellung gezeigt.
Barbarossafigur
Ein natürlich belassener, von Terrassen umgebener Steinbruch an der Ostseite des Denkmals bildet die Kulisse für den in Stein gemeißelten Barbarossa. Die imposante, 6,5m hohe Figur wurde direkt vor Ort aus mehreren Sandsteinquadern hergestellt. Ihm zu Füßen erkennt man Ritter und mythische Wesen, Geschöpfe des Hofstaates mit denen der alte Kaiser gemeinsam in seinem unterirdischen Schlosse auf seine Wiederauferstehung wartet. Er selbst ist dargestellt, wie man ihn sich aus Gedichten und Sagen vorstellt. Ein kraftvoller Herrscher im Moment des Erwachens. Verdeutlicht wird dieser Moment durch die kraulende Bewegung der linken Hand im bis zu seinen Füßen reichenden Barte und das etwas zurückgesetzte, vom Mantel nicht bedeckte Bein. Der Kaiser schläft nicht wirklich, sondern er zwinkert sogar mit einem Auge. Der Bildhauer Nikolaus Geiger schmückte den alten Rotbart mit der Kaiserkrone, welche im Original in der Wiener Hofburg zu sehen ist. An den flankierenden Kapitellen und der Rundbogennische erkennt man Vogelköpfe. Es kann sich nur um die Raben handeln, die den Kyffhäuserberg bis zur Erlösung des Kaisers umfliegen sollen.
Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I.
Ganz im Stile der absolutistischen Herrscherdenkmäler ist auch das Reiterstandbild des Hohenzollernkaisers Wilhelm I. gestaltet. Wie im Wettbewerb gefordert, ist Wilhelm I. als Soldat dargestellt. Als Feldherr, mit Pickelhaube und Großkreuz des Eisernen Kreuzes, sitzt er in würdevoller Haltung hoch zu Ross und reitet in das Land hinein. Flankiert wird er von zwei allegorischen Figuren. Rechts ein germanischer Krieger, der die Wehrhaftigkeit darstellen soll; links eine Frau mit einem Stift und einem Eichenlaubkranz in den Händen, die Geschichte symbolisierend. Mit den Attributen Wehrkraft und Soldatentum, die von der Kriegerfigur ausgehen, trug der Bildhauer Emil Hundrieser den Interessen des Auftraggebers, den Krieger- und Soldatenverbänden, Rechnung. Beide Figuren unterstützen das Denkmalsprogramm, die Verherrlichung der Monarchie und die militärische Stärke des Kaiserreiches. Die gesamte Figurengruppe hat eine Höhe von knapp 11m und wiegt rund 336 Zentner. Die getriebenen Kupferbleche haben eine Stärke von 2-3 mm. Am Postament unter dem Standbild ist die Inschrift „Wilhelm I.“ zu lesen. Der Rest der ursprünglichen Fassung „Dem Begründer des Reiches / Die deutschen Krieger“, wurde 1945 entfernt.
Öffnungszeiten/Führungen/Essen & Trinken
Wir sind für Sie da! Unsere Öffnungszeiten:
April-Oktober 9.30 bis 18.00 Uhr
November-März 10.00 bis 17.00 Uhr
Am 24. Dezember geschlossen
Letzter Einlass 30 min. vor Schließung
Führungen
Die Führungen beginnen an der Kasse des Denkmals.
Inhalt: mittelalterliche Reichsburg Kyffhausen, Barbarossasage, Kyffhäuser- Denkmal, Rezeptionsgeschichte, Region. Kosten 30,00 €, Dauer ca. 45 min.
Sonderführungen: Schulklassen Kosten 20,00 €, Dauer ca. 30 min., Historische Führung Kosten 40,00 €, Dauer ca. 45 min.
Essen & Trinken
Hungrig oder durstig? Herzlich willkommen im "Bistro am Turm"!
Runden Sie Ihren Besuch des Kyffhäuser-Denkmals doch mit einer Einkehr im neuen „Bistro am Turm“ ab! Hier, zwischen Barbarossaturm und Denkmalsturm, können Sie in angenehmer Atmosphäre kleinere Speisen und Getränke genießen.
Zahlreiche verschiedene Snacks bringen den knurrenden Magen zum Schweigen. Zur Auswahl stehen u.a. Halberstädter Würstchen, Wiener, Buletten, Schnitzel, belegte Brötchen, frischer Salat oder deftige Suppen.
Auch für "Flüssiges" ist bestens gesorgt: Kaffeespezialitäten, Kakao, Tee sowie zahlreiche alkoholfreie Kaltgetränke sind im Angebot. Natürlich darf auch ein kühles Blondes nicht fehlen. Für Kinder gibt´s selbstverständlich leckeres Eis.
Im "Bistro am Turm" stehen im Innenbereich 30 Sitzplätze zur Verfügung, der angrenzende Biergarten bietet noch einmal 40 Sitzplätze.

Wir sprechen folgende Sprachen:
Deutsch, Englisch

Entfernungen:
Erfurt: 70 km
Weimar: 70 km
Halle: 70 km
Leipzig: 90 km
Harz: 25 km

Kontakt / Impressum:
Kyffhäuser-Denkmal
Am Kyffhäuser - D-06567 Bad frankenhause
Tel: +49346512780   Fax: +49346512308
Email   ≡  Internet

AnfahrtStadtplan

Für die Richtigkeit der gezeigten Texte und Fotos ist der Eintragende zuständig. Als Nutzer dieser Webseite erkläre ich mich damit einverstanden, dass meine Daten für statistische Auswertungszwecke bzw. für Marketingzwecke gespeichert werden.